Nächtliches Schwitzen



Nächtliches Schwitzen - Jeder kennt es

naechtliches-schwitzenNächtliches Schwitzen raubt vielen Menschen den Schlaf. Sie schlafen ruhig und entspannt ein, doch plötzlich wachen Sie schweißgebadet in der Nacht auf. Oftmals findet man schnell den Grund, um den Nachtschweiß zu erklären. In heißen Sommer ist es nun mal üblich das man unter einer zu warmen Decke schwitzt. Oder die zu warme Heizung im Winter, in Ihrem Schlafzimmer sorgen für eine zunehmende Schweißproduktion. Ein normaler Mensch verliert einen halben Liter Schweiß pro Nacht. Doch wenn Menschen deutlich mehr im Schlaf schwitzen, sollte die Ursache geklärt werden. Denn dahinter können sich akute und auch schwerwiegende Erkrankungen verbergen. Oft wird nächtliches Schwitzen mit einer Hyperhidrose in Verbindung gebracht. Das bedeutet ein krankhaftes Schwitzen mit zunehmender Schweißproduktion : Dieses Phänomen bezeichnet man als Nachtschweiß. Viele Menschen leiden unter dieser Art der Hyperhidrose. Laut einer US-Studie, mit über 2000 Befragten, klagten 41% über ein nächtliches Schwitzen.



Nächtliches Schwitzen - Die Nachtruhe wird gestört

kalter-nachtschweissNächtliches Schwitzen führt zu Schlafstörungen, spätestens wenn die betroffene Person das starke Schwitzen als unangenehm und belastend empfindet. Oft wird auch ein Kältegefühl beschrieben das durch den übermäßigen Schweiß verursacht wird. In seiner Ausprägung kann das nächtliche Schwitzen sehr unterschiedlich sein: Von einer leicht angefeuchteten Haut bis hin zum komplett durchnässten Bettwäsche ist alles möglich. Diese nächtlichen Schweißausbrüche, lassen die Betroffenen leiden. Durch die Schlafstörung fühlen sie sich morgens unausgeschlafen und erschöpft. Ihnen wird der Schlaf geraubt und auf Dauer entstehen psychische Probleme durch den Schlafmangel. Während normaler nächtlicher Regulationsvorgänge schwitzt der menschliche Körper aber nicht in einem solchem Ausmaß, wie es beim Nachtschweiß der Fall ist. Leider kann es viele Ursachen geben. Die Schwitzattacken können zunächst einmal ganz einfache und harmlose Gründe haben.



Krankhaftes nächtliches Schwitzen oder etwa doch nicht?

Es muss unbedingt zwischen krankhaftem und normalem Nachtschweiß unterschieden werden – denn bekanntlich schwitzt jeder Mensch nachts bis zu einem halben Liter Schweiß aus seinem Körper. Das nächtliche Schwitzen ist also erstmal normal. Ist beispielsweise die Raumtemperatur zu hoch, oder die Bettwäsche zu dick, hat das definitiv nichts mit Hyperhidrose zutun.Um zwischen normalen Nachtschweiß und krankhaftem Nachtschweiß zu unterscheiden, gilt folgendes: wer nachts trotz richtiger Zimmertemperatur und angemessener Bettwäsche so sehr schwitzt, dass sogar die Bettwäsche und Nachtkleidung total durchgenässt sind und Sie diese somit ausgetauscht werden müssen, leidet sehr wahrscheinlich an der nächtlichen Hyperhidrose.
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Schweregrad

Gering: Der Betroffene muss seine Kleidung nachts nicht wechseln. Es genügt meistens nur das Wenden des Kissens.
Mäßig: Der Betroffene muss nachts aufstehen um sich zu waschen. Der Bettbezug muss aufgrund riesiger Schweißflecken gewechselt werden. Das Wechseln der Kleidung ist jedoch meist nicht notwendig.
Schwerwiegend: Der Betroffene muss nachts aufstehend, um sich zu waschen und um seine Kleidung zu wechseln. Auch die Bettwäsche und Bettbezug wurden enorm stark beschwitzt und muss von den Betroffenen ausgetauscht werden.



Nächtliches Schwitzen - Ursache?

Starke nächtliche Schweißausbrüche sind immer ein Grund, einen Arzt aufzusuchen, vor allem wenn andere Begleiterscheinungen wie Gliederschmerzen, Fieber, Gewichtsabnahme, dazukommen. In den meisten Fällen, sind hormonelle Schwankungen verantwortlich. Viele Frauen schwitzen in der verstärkt in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren. Eine Reihe von Medikamenten gehört ebenfalls zu den häufigsten Ursachen des nächtlichen Schwitzens. Typisch ist Nachtschweiß bei einigen Infektionskrankheiten. Das können eine Virus-Grippe oder eine Herzinnenhautentzündung sein. Tuberkulose geht neben anderen kennzeichnenden Symptomen sehr häufig mit nächtlichem Schwitzen einher. Teilweise kommen neurologische Erkrankungen infrage oder Schlafstörungen wie eine Schlafapnoe. Auch lebensbedrohliche Erkrankungen wie ein Tumor oder sogar Krebs werden nicht ausgeschlossen. Ein gestörter Schlafrhythmus kann sich auch schlecht auf die nächtliche Ruhe auswirken. Wer ständig zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett geht und generell sehr wenig schläft ,belastet damit seinen Organismus. Der Körper reagiert auf die körperliche Unruhe oftmals mit Nachtschweiß. Wie Sie sehen kann der Nachtschweiß viele Gründe haben. In den meisten Fällen stellt er allerdings keine ernsthafte Bedrohung dar.



Weitere Ursachen im Überblick:

-Ungünstige Schlafbedingungen (Schlafzimmertemperatur, Bettdecken, Luftfeuchtigkeit)
-Medikamente
-Infektionskrankheiten
-Virus-Grippe
-Alkohol, Nikotin, scharf gewürztes Essen
-Tuberkulose
-Hormone, Stoffwechsel
-Schilddrüsenüberfunktion, Wechseljahre
-Diabetes
-Krebserkrankungen
-Lymphdrüsenkrebs: Hodgkin-Krankheit, Non-Hodgkin-Krankheit
-Leukämie, Myelofibrose beziehungsweise Osteomyelofibrose
-Psyche, Nerven
-Stress, seelische Belastungen, Ängste
-Schlafstörungen, Albträume, Schlafapnoe
-Neurologische Erkrankungen (zum Beispiel Parkinson-Krankheit, Schlaganfall)
-HIV-Infektion /Aids
-Bakterielle Herzinnenhautentzündung (Endokarditis)
-Gefäßentzündungen (Wegener-Granulomatose,
-Temporalarteriitis, Polymyalgia rheumatica)
-Autoimmunerkrankungen
-Rheumatoide Arthritis



Tipps gegen nächtliches Schwitzen

Gnaechtliches-schwitzenenussmittel steigern die Schweiß-produktion. Vermeiden Sie also den übermäßigen Konsum von Zigaretten, Kaffee und Alkohol. Ihr nächtliches Schwitzen kann langsam beruhigt werden. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung fördert ebenfalls den Schlaffluss. Vermeiden Sie unbedingt fettige Nahrung, da diese Ihren Verdauungsprozess ankurbelt und der Körper nicht abschalten kann. Auch zu würzige und scharfe Nahrung, kurbeln den Stoffwechsel an und fördern somit ein nächtliches Schwitzen. Vermeiden Sie stressige Situationen, denn diese sind wohl die häufigste Ursache für den Nachtschweiß. Deshalb ist es wichtig, schon einige Zeit vor dem Schlafen abzuschalten. Mit verschiedenen Entspannungsverfahren, wie Musik oder das Lesen eine Buches, gönnen Sie sich eine sehr wirkungsvolle Ruhephase um vom Alltag abzuschalten. Selbst ein Bad kann eine entspannende Atmosphäre hervorrufen und somit innere Unruhe beseitigen. Lüften Sie Ihr Schlafzimmer bevor Sie zu Bett gehen und lassen Sie es gegeben falls über Nacht offen. Natürliche Bettwäsche aus Baumwolle eignet sich besser als künstlich hergestellte Bettwäsche. Diese synthetisch hergestellte Bettwäsche lässt Sie leichter Schwitzen, da keine Luft durchdringt. Sollte starkes Schwitzen im Schlaf länger als vier Wochen anhalten, sollten sie auf jeden Fall, einen Arzt aufzusuchen.